Rund 45 Festivals umfasst der Festivalkalender 2026. Über 500 Bands und Künstler*innen werden in diesem Jahr wieder für eine gute Stimmung sorgen. „Mit dem diesjährigen Festivalkalender machen wir erneut die Vielfalt der Südtiroler Festivallandschaft sichtbar – aktuell mit über 45 Festivals, wobei laufend weitere Veranstaltungen über unsere Webseite dazukommen“, sagt Simon Feichter von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit. „Gleichzeitig zeigt das Netzwerk, dass es um weit mehr als Terminabsprachen geht: Neben dem Kalender findet ein kontinuierlicher inhaltlicher Austausch zwischen den Veranstalter*innen statt. Das diesjährige Schwerpunktthema Awareness ist direkt aus dem Wunsch der Organisator*innen entstanden, sich in diesem Bereich weiterzubilden und gemeinsam Verantwortung für sichere, respektvolle und inklusive Festivalräume zu übernehmen. Innerhalb des Netzwerks gibt es bereits viel Expertise in unterschiedlichsten Bereichen, von der alle Beteiligten profitieren.
“Greta Cazzanelli (HOSPIZ Festival) unterstreicht die Wichtigkeit des heurigen Schwerpunktthemas: „Der Verein Hospiz - Verein für kulturelle Begegnung setzt sich seit mehreren Jahren aktiv mit dem Thema Awareness auseinander und entwickelt kontinuierlich neue Ansätze, um diese Arbeit im Rahmen des Festivals weiter auszubauen. Ziel ist es, auf niederschwellige Weise für einen respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren und Räume zu schaffen, in denen sich jede*r willkommen und sicher fühlt, und die Grenzen aller respektiert werden.“
„Bei Festivals kommen viele Menschen zusammen, um Gemeinschaft zu leben, Spaß zu haben oder sich auch kreativ einzubringen“, erklärt Evelin Mahlknecht, Koordinatorin der Fachstelle Suchtprävention – Forum Prävention und Initiatorin diverser Safer Nightlife Projekte. „Gesellschaftliche Machtverhältnisse wirken auch im Veranstaltungskontext. Folglich erleben Besucher*innen, Veranstalter*innen, Beschäftigte und Kulturschaffende regelmäßig Grenzüberschreitungen, Ausgrenzung und (sexualisierte) Gewalt. Es fehlt nicht nur vielfach das Bewusstsein, was richtiges oder falsches Verhalten ausmacht, sondern es besteht eine große Unsicherheit, wie man reagieren sollte, wenn etwas passiert.“ Der Awareness-Ansatz sei als Reaktion darauf zu verstehen. Er sei ein Schritt in Richtung kollektiver Verantwortungsübernahme. Durch Sensibilisierung und Auseinandersetzung, durch neue Handlungsstrategien und innovative Projekte sollen sichere Räume geschaffen werden mit dem Ziel: Eine solidarische Kultur aufzubauen und gesellschaftliche Veränderung zu erreichen, so Mahlknecht.Ein großes Dankeschön sprechen die Organisator*innen den rund 4000 freiwilligen Helfer*innen aus, die ein Jahr lang für die erfolgreiche Umsetzung arbeiten.